Old ways don’t open new doors…

Dieser Satz zählt wohl zu einem der ältesten Sprichworte und trägt doch so viel Weisheit in sich.

 

Aufgrund von Angst vor dem Neuen, dem Wunsch nach Sicherheit oder beispielsweise auch mangelndem Selbstvertrauen, versuchen wir oft Probleme und Herausforderungen mit den alt bewährten Mitteln zu lösen und wundern uns wenn die Ergebnisse die gleichen sind. Fast so als würden wir auf den alt bekannten Autobahnen fahren, ohne links und rechts nach Abzweigungen zu schauen, um dann überrascht festzustellen, dass wir wieder am gleichen Ort angekommen sind.

 

Vielleicht ein paar Beispiele dazu:

  • Statt der Ernährungsumstellung müssen immer wieder Crash-Diäten fürs Erreichen der Bikini-Figur herhalten. Der Jo-Jo Effekt ist vorprogrammiert und vor dem nächsten Urlaub heißt es wieder „Null-Diät“.
  • Der Vorsatz für die Masterarbeit rechtzeitig zu recherchieren und zu schreiben zu beginnen wird rasch vergessen und so müssen die 80-Seiten doch noch schnell die Woche vor Abgabetermin geschrieben werden. Ohne Qualitätseinbußen natürlich. Man will sich schließlich nicht blamieren. Schlafmangel und Stress klopfen schon freudig an die Türe und das schlechte Gewissen macht einen Knoten in den Bauch.
  • Anstatt dem Partner frühzeitig zu sagen was einen stört oder wo man sich mehr Unterstützung/Verständnis wünscht, wird der Kummer „runtergeschluckt“ bis das das Fass voll ist und es zu einem furchtbaren Streit kommt. Tränen, schlaflose Nächte und Magenschmerzen werden zum Alltag.
  • Der Chef legt jeden Tag noch mehr Akten zum Abarbeiten auf den Tisch – „das schaffen Sie doch heute noch Hr. Bauer?“  Statt dem nötigen NEIN, kommt ein verzweifeltes leises „Ja, ich kann meine Verabredung sicher etwas nach hinten verschieben über die Lippen“. Die Ehefrau ist verärgert und der Haussegen hängt schief. Jetzt müssen erstmal statt zu entspannen die Wogen geglättet werden.
  • Das Projekt an dem Du seit Monaten arbeitest, kann endlich dem Gremium vorgestellt werden. Du hast Zeit und dein Herzblut investiert. Der meiste Inhalt kommt von dir. Du kennst alle Zahlen, alle Fakten – bist die treibende Kraft in dem Projekt und verantwortlich für das tolle Ergebnis. Die Präsentation lässt du aus Angst dich zu blamieren, aber lieber deine Kollegin machen. Den Applaus erhält daher sie während du traurig in 2ter Reihe stehst.

 

Wenn wir aber Charles Darwin Glauben schenken ist das keine gute Überlebensstrategie. Er hat es mal so schön auf den Punkt gebracht:

 

“It’s not the strongest species that survive nor the most intelligent, but the ones most responsive.”

 

Das heißt aus Darwin‘s Sicht, dass nicht die stärkste oder intelligenteste Lebensform überlebt, sondern die, die sich am schnellsten anpasst. Die, die sich am besten auf aktuelle Gegebenheiten bzw. Umweltbedingungen einstellt.

 

Für uns bedeutet das, dass es nicht nur jetzt in Zeiten von Corona wo wir mit Lock-Down, Back-to-Office-Programmen, Kurzarbeit und Homeschooling gefordert waren zu reagieren wichtig war agil zu bleiben, sondern dass die Fähigkeit agil – in Bewegung, aktiv, offen für Veränderungen –  zu bleiben immer wichtig sein wird.

 

Wählen wir also aus den 2 Möglichkeiten die wir haben um auf die Herausforderungen und die Fragen des Lebens zu reagieren.

Entweder wir probieren es weiter mit den gleichen Maßnahmen, den gleichen Wegen, den gleichen alten Türen und hoffen das Beste

ODER

wir ändern die Dinge die wir tun. Probieren neue Wege aus. Öffnen neugierig neue Türen. Sagen mutig Ja zu Möglichkeiten die sich uns bieten und lassen uns freudig vom Leben mit neuen Ergebnissen überraschen.

 

Ich habe meine Wahl getroffen – Du Deine auch?

 

Alles Liebe,

Deine Martina